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Praxiswissen

WordPress warten: Was regelmäßig erledigt werden sollte

Die Website ist online, sieht gut aus und bringt Anfragen. Damit das so bleibt, braucht auch die Technik dahinter etwas Aufmerksamkeit. Du musst dich dafür nicht jeden Tag bei WordPress anmelden. Es sollte aber klar sein, wer sich darum kümmert.

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LESEZEIT
Ca. 3 Minuten
AUTOR
Christian Neidhart
Plastisches WordPress-Modell mit Lime-Symbolen für Updates, Datensicherung und Funktionsprüfung.
In diesem Artikel

Warum überhaupt warten, wenn alles funktioniert?

Du siehst auf deiner Website Texte, Bilder und Formulare. Im Hintergrund arbeiten WordPress, die Gestaltungsvorlage und verschiedene Erweiterungen zusammen. Dafür erscheinen regelmäßig Aktualisierungen. Sie können Fehler beheben, Funktionen verbessern und Sicherheitslücken schließen. Eine Website kann normal aussehen, obwohl wichtige Updates fehlen. [1]

Wartung soll helfen, Probleme früh zu erkennen. Eine Garantie, dass nie etwas passiert, gibt es dadurch nicht. Aber du bist besser vorbereitet, wenn einmal etwas schiefgeht.

Vor Änderungen eine brauchbare Sicherung haben

Eine Sicherung, oft Backup genannt, enthält eine Kopie deiner Website. Dazu gehören die Dateien und die Datenbank. In der Datenbank liegen zum Beispiel Texte und Einstellungen. Nur die Bilder herunterzuladen reicht also nicht. [2]

Ich würde vorab drei Fragen klären: Wie oft wird gesichert? Wo liegt die Sicherung? Und wer kann die Website damit wiederherstellen? Eine zusätzliche Kopie außerhalb des Webservers hilft, falls der Server selbst ausfällt.

Wie häufig gesichert werden sollte, hängt davon ab, was sich verändert. Bei einem Shop mit laufenden Bestellungen können schon wenige Stunden Datenverlust problematisch sein. Bei einer selten geänderten Informationsseite sieht das anders aus. Die Sicherung sollte zum Betrieb passen, und die Wiederherstellung sollte getestet werden.

Updates einspielen und danach hinschauen

WordPress selbst, Themes und Plugins müssen aktuell gehalten werden. Themes bestimmen das Erscheinungsbild, Plugins ergänzen Funktionen. Vor einer Aktualisierung sollte eine aktuelle Sicherung vorhanden sein. [3]

Bei größeren Änderungen empfehle ich eine getrennte Testkopie der Website. Dort lässt sich zuerst prüfen, ob alles zusammenpasst. Das ist besonders hilfreich bei Shops, Buchungen oder individuell entwickelten Funktionen.

Nach dem Update reicht die Meldung „erfolgreich“ allein nicht. Öffne wichtige Seiten auch auf dem Smartphone. Funktioniert das Menü? Werden Bilder richtig angezeigt? Lässt sich das Kontaktformular absenden, und kommt die Nachricht tatsächlich an? Bei einem Shop gehören Warenkorb und Bestellablauf ebenfalls zur Prüfung.

Können automatische Updates das übernehmen?

WordPress unterstützt automatische Aktualisierungen. Für Plugins und Themes lassen sie sich gezielt einschalten. Das kann Arbeit sparen. Trotzdem braucht es Sicherungen und jemanden, der auf fehlgeschlagene Updates reagiert. Auch nach einem technisch erfolgreichen Update kann eine Funktion anders reagieren als vorher. [4]

Welche Updates automatisch laufen sollen, würde ich deshalb passend zur Website festlegen. Für eine einfache Informationsseite kann eine andere Lösung sinnvoll sein als für einen Shop, über den täglich Bestellungen eingehen.

Auch Zugänge und Hosting gehören dazu

Prüfe gelegentlich, wer sich noch anmelden darf. Alte Zugänge sollten nicht unbegrenzt bestehen bleiben. Für normale Textänderungen ist außerdem meist kein Konto mit allen Verwaltungsrechten nötig.

Beim Hosting lohnt sich ein Blick darauf, wer die technische Umgebung aktuell hält. WordPress benötigt unter anderem die Serversoftware PHP. Auch sie hat eigene Aktualisierungen. Größere Umstellungen sollten vorher auf Verträglichkeit geprüft werden. [5]

Wer übernimmt was?

„Der Hoster macht das schon“ ist eine Annahme, die du besser prüfst. Schau nach, ob dein Vertrag nur den Serverbetrieb umfasst oder auch WordPress, Erweiterungen, Sicherungen und Funktionstests. Ebenso sollte klar sein, was passiert, wenn ein Update einen Fehler verursacht.

Ein fester Wartungstermin schafft Ordnung. Dringende Sicherheitsupdates sollten allerdings nicht bis zum nächsten Monat warten müssen. Wie schnell reagiert wird und wer dafür erreichbar ist, gehört in die Vereinbarung.

Eine kurze Prüfliste für deine Website

  • Es gibt aktuelle Sicherungen und einen getesteten Weg zurück.
  • WordPress, Themes und Plugins werden gepflegt.
  • Menü, Formulare und wichtige Abläufe werden geprüft.
  • Zugänge und technische Umgebung werden kontrolliert.
  • Du weißt, wer sich bei einem Fehler kümmert.

Wenn du bei einem Punkt unsicher bist, lässt sich der aktuelle Stand gemeinsam prüfen. Danach ist klarer, welche Betreuung deine Website wirklich braucht.